Die Endstation einer Prager Straßenbahn liegt auf einem Hügel, dem "weißen Berg". Eine Kirche und ein Denkmal erinnern dort an die Niederlage von 1620 gegen Habsburg, der kurz darauf die Aufhebung der staatsrechtlichen Selbstständigkeit des Königreichs Böhmen folgte. Doch der Tschechoslowakei sind seither noch viele Niederlagen widerfahren. Fünf Personen treffen sich an einem Wochenende in einem Landhaus; künsterlische und politische Gemeinsamkeiten verbinden sie seit Jahrzehnten. In Rückblenden erscheinen ihre Lebenswege. Weit breitet Semprun den Blick aus in die europäische Kultur- und Geistesgeschichte unseres Jahrhunderts und entwickelt ein vielschichtiges, von Trauer durchzogenes Panorama Europas. Erinnerung heißt der zentrale Begriff, um den sich alles dreht.
Sempruns Fahrten über die Lagune des Vergessens sind sich überraschend auftuende Räume: möglich, daß das Spiel (der Literatur) noch nicht aus ist. Frankfurter Rundschau
Jorge Semprun wurde 1923 in Madrid geboren und mußte bei Beginn des spanischen Bprgerkriegs ins Exil fliehen. Er lebte in Paris, war Mitglied der Résistance und wurde 1943 in das KZ Buchenwald deportiert. Von 1988 bis 1991 war Semprun Kulturminister im Kabinett von Felipe Gonzáles. Er lebt in Paris.
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Der weiße Berg Taschenbuch Roman Suhrkamp Der weiße Berg Jorge Semprun 267 Seiten
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